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PRESSESPIEGEL NORMAN LIEBOLD

ÜBERSICHT | CHRONLOGISCH

2002

Der Märchenborg | Widerstand ist zwecklos!

Von Norman Liebold geschrieben am: 14.08.2002 unter Presseartikel

Naumburger Tageblatt

Ankündigungen der Vorstellungen Burgenland-Tournee
August 2002

Vom 8. bis zum 23.August tourten wir mit 16 Vorstellungen durch den Burgenlandkreis. Das einzige Zeitungsähnliche Ding dort war das “Naumburger Tageblatt”. Mal davon abgesehen, daß wir oft nahezu 80% des Tageskalenders füllten, wurden wir weder durch einen Reporter beehrt, noch ordentlich angekündigt.
Hierzu muß gesagt werden, daß das Burgenland eine zwar sich touristisch gebende, aber wenig ausgebaute Gegend ist, deren vielfältige Sehenswürdigkeiten langsam zerbröckeln. Unser Buch “Märenborn”, das Geschichten enthält, die ich in dieser Gegend ansiedelte (Sie war mir so ans Herz gewachsen war, daß ich helfen wollte), wäre durchaus eine Attraktion gewesen, ebenso wie die Vorstellungen, die theoretisch hätten gut vermarktet werden können.
Unsere Plakate wurden weitestgehend schlecht plaziert, die Zeitung fabrizierte Untenstehendes, und aus unserem vierköpfigen Ensemble wurde ein “Ein-Mann-Theater”. Aus dem “Märenborn” wurde der schreckliche “Märchenborg”, und für uns war das Burgenland keinen Besuch mehr wert.
Immerhin hatten wir einen schönen Abtritt, als wir mit Motorradhelmen und ausrangierten Kabeln und Schläuchen von einer Baustelle roboterhaft-abgehackt in die Redaktion marschierten, um in Science-Fiction-Computerstimmen das “Wir sind der Märchenborg, ihr werdet unterhalten werden, Widerstand ist zwecklos”-Lied sangen.

(8.August)HEUTE IN DER REGION Saalecker Werkstätten: 16 Uhr, “Das Wolfsschaf” – Im Rahmen der Burgenland-Tournee des Amator Veritas Theaters, Geschichten aus N.Liebolds “Märenborn”.
ZUM VORMERKEN: 11. August: 16 Uhr, Saaleck, Naturbühne Kuno Klamm: “Der geheime Garten”, im Rahmen der Burgenlandtournee des Amator Veritas Theaters, Geschichten aus N.Liebolds “Märenborn”

31.07.2002 Vorstellung im Marientor NAUMBURG(WS). Im Rahmen der “Märenborn-Tournee” durch den Burgenlandkreis wird das “AMATOR VERITAS THEATER” am 12. Augst um 20 Uhr im Marientor Naumburg eine Vorstellung des “KUNO OHNELAND” geben. Der “KUNO OHNELAND” ist die zweite Geschichte des “MÄRENBORN”, der jüngsten Veröffentlichung des Siegburger Autors Norman Liebold. Der Eintritt beträgt 3 Euro. Der Beginn ist 20 Uhr.

Bad Kösen, Burgenlandklinik: 20 Uhr “Kuno Ohnelnad” – aus N.Liebolds “Märchenborg”[sic!*] (Burgenland-Tournee des Amator Veritas Theaters).
Zum Vormerken: 16. August: 20 Uhr, Eckartsberga, Palas der Eckartsburg: “Kuno Ohneland” – aus N.Liebolds “Märchenborg”[sic!*] (Burgenlandtournee des Amator Veritas Theaters).

KUNO OHNELAND HEUTE IN BAD KÖSEN BAD KÖSEN/er. Mit dem Stück “Kuno Ohneland” ist heute ab 20 Uhr in der Burgenlandklinik Bad Kösen das Amator Veritas Theater zu sehen. Am Sonnabend, 17. August, ist das Ein-Mann-Theater[sic!!**] dann ab 16 Uhr mit dem gleichen Stück in der Kuno-Klamm unterhalb der Rudelsburg zu erleben. Am Sonntag, 18. August, zeigt das Theater im Kurhotel Mutiger Ritter in Bad Kösen ab 20 Uhr das Stück “Der Geheime Garten”.

HEUTE IN DER REGION Eckartsberga, Palas der Eckartsburg: 20 Uhr, “Kuno Ohneland” aus N.Liebolds “Märchenborg”[sic!*] (Burgenland-Tournee des Amator Veritas Theaters).
ZUM VORMERKEN: 11. August: 16 Uhr, Saaleck, Naturbühne Kuno Klamm: “Kuno Ohneland”, aus Norman Liebolds “Märchenborg” (Burgenland-Tournee des Amator Veritas Theaters).

Heute in der Region
SAALECK, Naturbühne Kuno Klamm: 16 Uhr, “Kuno Ohneland” – aus N.Liebolds “Märchenborg”[sic!*] (Burgenland-Tournee des Amator Veritas Theaters).
Zum Vormerken 18. AUGUST: 20 Uhr, Bad Kösen, Mutiger Ritter: “Der Geheime Garten” – aus N.Liebolds “Märchenborg”[sic!*] (Burgenland-Tournee des Amator Veritas Theaters).

KUNO OHNELAND BAD KÖSEN/HH. Das Märchen von “Kuno Ohneland und der Geheime Garten” wird Donnerstag, 22. August, 19 Uhr, in den Saalecker Werkstätten in Bad Kösen aufgeführt. Die Veranstaltung vereint laut Pressemitteilung Autorenlesung, Buchvorstellung und Schauspiel in einem. Das Kunstmärchen, geschrieben von Norman Liebold, der auch die Hauptrolle´spielt und Regie führt, ist auf der Burg Saaleck angesiedelt. Der Eintritt kostet drei Euro.

22. August: Theater in Saaleck BAD KÖSEN/HH. Zwei Geschichten aus Norman Liebolds Buch “Märchenborn – Kuno Ohneland und Der Geheime Garten” werden heute, 19 Uhr, in den Saalecker Werkstätten aufgeführt. Es handelt sich dabei um ein Gastspiel des Amator Veritas Theaters Bonn. Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei.


[WebPicasa:2002 Burgenland Maerenborn-Tournee]




[Norman Liebold, 14.08.2002
Presseartikel
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Ein Wesen sucht seine Identität

Von Norman Liebold geschrieben am: 14.08.2002 unter Presseartikel

Kölner Stadtanzeiger August 2002

Ein Wesen sucht seine Identität

Das “Wolfsschaf” aus der Sammlung “Märenborn” erweckte Autor Norman Liebold zum Leben.

Von Britta Gürke

als wolfsschaf

SIEGBURG. Mit fragenden Gesichtern sitzen die Zuschauer auf ihren Plätzen, nur wenige scheinen zu wissen, was sie an diesem Abend erwartet. Ein seltsames Wesen betritt schließlich die Bühne. Schwer fällt es, zu entscheiden, ob es sich bei der Gestalt um einen Wolf, einen Menschen oder vielleicht sogar ein Schaf handelt. Das Mischwesen beginnt zu sprechen und bekennt bereits im ersten Satz, dass es selbst nicht so genau weiß, wer oder was es eigentlich ist und liefert damit den Ausgangspunkt für eine ungewöhnliche, manchmal verwirrende Geschichte.
“Märenborn” heißt die Sammlung von Erzählungen des Siegburger Autors Norman Liebold, die im Juli diesen Jahres im Amator Veritas Verlag erschienen ist. Die Schauspieler des dem Verlag angegliederten Amator Veritas Theater bearbeiteten Liebolds Erzählungen für die Bühne. Der Autor selbst steht diesem kleinen Theater-Ensemble vor, in gemütlicher Atmosphäre im Innenhof des CVJM in Siegburg konnten die Zuschauer seine Inszenierung des Ein-Mann-Stücks “Wolfsschaf” hautnah miterleben und sich stellenweise sogar selbst beteiligen.
Als ein besonderer Geschichtenerzähler versteht sich Liebold, der seine Erzählungen nicht einfach vorliest, sondern frei nacherzählt, lebendig gestaltet und passend zum jeweiligen Publikum auch immer wieder verändert. Auf diese Weise brachte er den Zuschauern auch das Rätsel des “Wolfsschaf” nahe und berichtete von den zahlreichen Abenteuern, die dieses seltsame Tier auf der Suche nach seiner wahren Identität erleben muss.
Ob es nun ein Wolf ist oder Schaf erfährt das Fantasie-Wesen jedoch nicht, am Ende seiner langen Geschichte wird es zu einem blutrünstigen Monstrum, das sich in Gewaltausbrüchen an der ihm feindlich gegenüberstehenden Welt rächt. Ausdrucksstark stellte Liebold die inneren Konflikte seiner Figur dar, für seine humorvollen bis sarkastischen Seitenhiebe auf moderne “Selbstfindungsprobleme” erntete er so manchen Lacher aus dem Publikum.
“In meinen Geschichten richte ich mich gegen die krampfhafte Suche nach Authentizität”, erklärt Liebold das traurige Ende des Mischwesens. “Jeder soll das sein, was er ist”, lautete die Botschaft des “Wolfsschafes”, anzuwenden auf die Gegenwart, in der Liebold viele Jugendliche sieht, die auf der Suche nach Besonderheit bestimmte Archetypen nachahmten und ihre eigenen Wesensmerkmale vergäßen.
Komisch und tragisch zugleich sollen seine Geschichten Zuhörer und Leser aufrütteln, dazu nutzt er eine altertümliche Sprache, die sich am Stil mittelalterlicher Versepen orientiert, in der sich aber auch Worte und Wendungen verschiedener Zeiten überschneiden. Immer wieder ist in den Figuren seiner Geschichten, den sie umgebenden Landschaften und auch seinen eigenen Illustrationen für die Buchausgabe des “Märenborn” Liebolds Faible für mittelalterliche Dichtung zu erkennen. Häufig verwendet er typische Symbole und auch seine freie Erzählweise versteht er als Anspielung auf die Spielmannskultur des Mittelalters.
Nicht immer gelingt Liebold in der schriftlichen Ausarbeitung seiner Geschichten die Gratwanderung zwischen mittelalterlicher Stilistik und moderner Thematik und Aussage. Nicht zuletzt die Vermischung der Wesenszüge des Schafes und des Wolfes stiften neben witzigen Momenten in manchen Passagen auch einige Verwirrung. Durch seine lebendige Erzählweise konnte Liebold die Diskrepanzen zwischen Sprache und Thematik im Text des “Wolfsschafes” bei der Aufführung des Stückes jedoch ausgleichen.

Bildunterschrift: Präsentierte sein “Wolfsschaf auf der Bühne: Autor Norman Liebold, der ein Faible für Mittelalterliches hat.




[Norman Liebold, 14.08.2002
Presseartikel
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Ein “Wolfsschaf” auf der Suche nach der wahren Identität

Von Norman Liebold geschrieben am: 14.08.2002 unter Presseartikel

Generalanzeiger Bonn August 2002

Ein “Wolfsschaf” auf der Suche nach der wahren Identität

Theater. Norman Liebold spielt sein Märchen im CVJM

als wolfsschaf

Von Axel Vogel

SIEGBURG. Eine Kreatur mit entstelltem Gesicht, ein drittel Mensch, ein Drittel Wolf, ein Drittel Schaf, begibt sich auf die verzweifelte Suche nach der eigenen Identität. “Wolfsschaf” heißt sie und ist die Hauptperson in dem gleichnamigen tragisch-komischen Märchen von Norman Liebold. Erstmals spielte der Siegburger Autor das Stück vor Publikum – im Hof des CVJM. Liebold hat sich ungeachtet seiner 25 Jahre bereits einen Namen in der Szene gemacht. Und das nicht nur als Jungschauspieler.
27 Bücher veröffentlichte er bislang im eigenen Amator Veritas Verlag. Jetzt legte er sein neues Werk vor: den Theaterzyklus Märenborn, in dem das Märchen “Wolfsschaf” eine von vier Geschichten ist. Ein Spielmann erzählt die Geschichte des merkwürdigen Fabelwesens. Gespannt verfolgen die Zuschauer das Spiel Liebolds um ein innerlich zerrissenes Wesen. Dabei nimmt der Erzähler sein Publikum mit in eine nicht ganz alltägliche Gedankenwelt. Ist die Kreatur nun Wolf, Schaf oder Mensch ?
Um Gewissheit zu erlangen, begibt sich das auch körperlich verunstaltete Wesen auf die schmerzhafte Suche nach seinem Ich, nimmt dabei manches Abenteuer in Kauf und hofft auf Verständnis, das ihm nirgendwo entgegengebracht wird. Die Suche endet tragisch und die Frage nach der wahren Identität des unglücklichen Fabelwesens bleibt am Ende unbeantwortet. Laut Liebold sollen sich die Zuschauer die Frage beantworten.

Bildunterschrift: Norman Liebold FOTO: Axel Vogel




[Norman Liebold, 14.08.2002
Presseartikel
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Ein Herrscher und seine Angst vorm Frieden

Von Norman Liebold geschrieben am: 13.07.2002 unter Presseartikel

Generalanzeiger vom Dienstag, den 13. Juli 2002

Ein Herrscher und seine Angst vorm Frieden

KULT 41 Mit dem Theaterstück “Politicon” reagiert das Ensemble “Amator Veritas” auf den 11. September

Von Jörn Rimbach

n.liebold, r.christott

NORDSTADT. Was passiert eigentlich, wenn ein Herrscher kein Feindbild mehr hat? Er schafft sich ein neues. So jedenfalls im Stück “Politicon”, das das Ensemble “Amator Veritas” am Wochenende aufführte. Mehr als 30 Zuschauer kamen in das Haus des Kulturfördervereins Kult 41 und erlebten einen nachdenklichen Abend, der allegorisch auf die Ereignisse am 11. September anspielte, wie der Autor selbst sagt: “Ich habe das Stück kurz nach dem schrecklichen Attentat geschrieben und innerhalb von drei Wochen fertiggestellt”, so Norman Liebold, der auch auf der Bühne stand.
“Das hat mich alles sehr bewegt. Aber ich fand es auch schlimm, was die Amerikaner daraus gemacht haben.” So entstand ein Theaterstück, das mit historischen Fakten und politischer Fiktion spielt. Die Handlung: Der König vom Hohen Turm (Robert Christott) hat ein Militärbündnis mit den Freien Städten von Elderland, die er in der Vergangenheit von den schwarzen Reitern befreit hat. Als der gemeinsame Feind “Großer Bär” wegfällt und die freien Städte gleichberechtigte Partner werden wollen, braucht der König ein neues Feindbild zur Stabilisierung seiner Macht. Er findet es in Prinz Morius, weil dieser nicht an den gleichen Gott glaubt, provoziert den Prinzen und manipuliert dessen Reaktion, um das Volk aufzustacheln. Seine Beraterin Janar (Vera Walterscheid) beauftragt der Herrscher, den eigenen Palast in Brand zu stecken. Diese Tat schiebt er dem Prinzen unter. Allein der Bote Janus (Norman Liebold) durchschaut das böse Spiel und überzeugt Janar, sich gegen den Köig aufzulehnen. Als es fast zu einem Krieg kommt, greift Gott (per Tonbandstimme aus dem Off) ein und rettet die Menschheit.
“Politicon” ist nicht das erste Stück des Studenten, der seit 99 mit seiner eigenen Gruppe “Amator Veritas” auf der Bühne steht und durch ganz Deutschland tourt, vielmehr schreibt Liebold seit er schreiben kann. Heraus kommen Stücke, die “zwischen Proa, Lyrik und Theater stehen.” Dem Publikum gefiel “Politicon” – lang anhaltender Applaus würdigte die Leistung der drei Schauspieler. Dass sie auch mit Pannen käpfen mußten, bemerkte niemand.
“Uns ist fünf Minuten vor dem Auftritt das Lichtpult ausgefallen”, so Liebold, “aber ich glaube, wir haben es noch ganz gut hin bekommen.”

Bildunterschrift:Gute Miene zum bösen Spiel: Bote Janus (Autor Norman Liebold, links) und der machtbesessene König (Robert Christott). FOTO: FROMMANN




[Norman Liebold, 13.07.2002
Presseartikel
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