HNA Hofgeismarer Allgemeine, 30.09.2003

WÜLMERSEN. Trafen sich die Teilnehmer des ersten Fantasy-Festivals der Region vor einem Jahr noch in der nüchternen Umgebung der Stadthalle, so konnte das zweite Festival mit dem Wasserschloß Wülmersen ein passenderes Ambiente bieten. Innerhalb des alten Gemäusers tummelten sich mittelalterlich gekleidete Figuren, Spielleute und Marketender, fantastische Gestalten mit sptzen Ohren sowie ganz gewöhnliche gekleidete Besucher.
Auch das Angebot hat sich gegenüber der Vorjahresveranstaltung gewaltig ausgeweitet. Kleinere Aktionen wie Brettspiele, Table Top wurden ebenso angeboten. Es gab aber auch Live Action Role Playing oder Vorlesungen von Autoren, Theater, einen Kellerraum mit Pyrotechnik, Ausstellungen und mittelalterlichem Markt mit Stuhlflechter, Drechsler oder Kostümierung und Gewandung.
Insgesamt hofften die Initiatoren, durch dieses umfangreichere Angebot eine große Zielgruppe zu erreichen. Organisiert wurde das Spektakel in erster Linie von Yvo-René Scharf, der seit etwa einem Jahr mit den Vorbereitungen für das Festival beschäftigt war. “Es war ein Haufen Arbeit, alles auf die Beine zu stellen”, bemerkte der Fantasy-Begeisterte, der mit weiteren Partnern zusammen arbeite.
Recht unterschiedlich wurden das Angebot von den Besuchern angenommen. Die einen genossen sichtlich das ungewohnte Flair, andere äußerten verhalten Kritik.
Für Grundschulkinder bestand außerdem die Möglichkeit, mit Armin und Heike von Beo mit der Volkshochschule des Landkreises auf die Suche nach einer verschwundenen Prinzessin zu gehen.
Völlig selbstvergessen suchte die Kinder am und im Bach nach der verzauberten Prinzessin, aus der ein Bachwesen geworden war. Die Kinder schlüpften selbst in die Rolle von Bachgrafen und mussten zahlreiche Aufgaben bestehen, um die Königstochter zu erlösen. Nebenbei lernten sie viel über fließende Gewässer und deren Lebewesen.
Viel Spaß hatte auch Danny Schlimme aus Calden und Alexander Friedrich aus Kaufungen. Mit überdeminsional großen Wattestäbchen, gefährlich anmutenden großen Waffen, trugen sie spielerisch einen Zweikampf aus.
Bemängelt wurde die Bewirtung ín ihrer Authentitzität: Eine Schänke sei doch passender als ein Bierpilz aus Aluminium. (ZKS)
Bildunterschrift: Premiere: Autor Norman Liebold stellte mit Illustratorin Vera Walterscheid sein neuestes Buch vor. FOTO: ZKS
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[Norman Liebold,
30.09.2003 |
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