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PRESSESPIEGEL NORMAN LIEBOLD

ÜBERSICHT | CHRONLOGISCH

2008

Der Kulturgeist wehrt sich gegen die Industrie

Von Norman Liebold geschrieben am: 19.12.2008 unter Presseartikel

Generalanzeiger vom 19.12.2008, Seite 20

Der Kulturgeist wehrt sich gegen die Industrie

Ein modernes Märchen in Wort, Bild und Ton von Norman Liebold im Siegburger Capitol

SIEGBURG. Eine Musikergeschichte unplugged, also ohne elektrische Verstärkung: Das Literaturcafé im Kinocenter Capitol öffnete zum zweiten Mal seine Türen und präsentierte den „Kulturgeist“ von Norman Liebold. Mit der Unterstützung des Gitarristen Bernd Vollbach trug der Autor sein modernes Musikermärchen vor, in dem er Kritik an der Maschinerie der Kulturindustrie übt.

Die Hauptfigur John ist ebenfalls Gitarrist, womit Inhalt und Form der Geschichte einen gemeinsamen Nenner findet. John hegt im „Kulturgeist“ den Wunsch, dass keine CDs und Tonträger mehr existieren. Bei einem Konzertbesuch in einer Kellerdisco entdeckt er plötzlich ein Beduinenzelt. Dort begegnet er zum ersten Mal der schönen Dunjazad und verliebt sich sofort in sie. Wie ihre Geschichte weiter geht, wird an dieser Stelle nicht verraten.

Der Kulturgeist ist ein verträumt-süffisantes Märchen und zeigt die literarische Bandbreite Liebolds, der bisher eher durch Krimis von sich reden machte. Alle Märchen der gleichnamigen Anthologie des Autors spielen an Schauplätzen des heutigen Bonns. Die Lesung wurde mit der Ausstellung der 00Originalzeichnungen von Katharina Theine abgerundet. Die leicht porösen Bleistiftzeichnungen zeigen die Geschichte der Hauptdarsteller John und Dunjazad. mca

[Bildunterschrift:] Norman Liebold liest im Capitol aus seinem Buch. Bernd Vollbach illustriert mit der Gitarre. FOTO: AXEL VOGEL



[Norman Liebold, 19.12.2008
Presseartikel
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Literatur bekommt den Blues

Von Norman Liebold geschrieben am: 17.12.2008 unter Presseartikel

Hauszeitung “Zur Glocke”, Hennef. Dezember 2008

KRIMIDINNER:
Eifelslider Vollbach und Autor Liebold schmieden Musik-Literatur-Projekt.
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Literatur bekommt den Blues

Eifelslider Bernd Vollbach und der im Siebengebirge lebende Autor und Bühnenperformer Norman Liebold stellten am 11.10. in doppelter Premiere ihr neues Musik-Literatur-Konzept im Restaurant »Zur Glocke« in Hennef vor. Anlässlich des Erscheinens von Liebolds neuem Roman präsentierten sie ein schon fast provokantes Kontrastprogramm auf dem lokalen Kneipenfest: Eine stimmungsvolle wie unterhaltsame Liason aus furioser Bluesmusik und beeindruckender Lesekunst, die auch vor politischer Stellungnahme nicht halt macht und deutliche, fast schon kabarettistische Töne sprach.

»Irgendwie passen die beiden total gut zusammen!« erklärt eine begeisterte Zuschauerin, und im ersten Augenblick möchte man das gar nicht denken: Bernd Vollbach, ein grau melierter Lockenkopf von 47 Jahren, mit glatt rasiertem Charaktergesicht, Liebold gerade 31 mit bis auf die Kopfhaut geschorenem Haupthaar, dafür Vollbart und Intellektuellen-Brille; der eine leidenschaftliche Bluesmusiker, der andere kritische Romancier.

Aber spätestens, wenn man das Grinsen der beiden sieht, weiß man, was die Frau meinte. Man weiß es noch viel mehr, wenn die Show beginnt. Es ist zugleich freudig-spielerische Improvisation und minutiös aufeinander abgestimmtes Set: Liebold liest mit seiner bekannten Gesichts- und Stimm-Akrobatik: beispielsweise von einem Eindringling, der eine Waffe hebt und Peng! läßt Vollbach die Saiten knallen. Die Songs zwischen den Textpassagen passen zum Inhalt, ironisieren ihn subtil und mit wohl dosiertem Augenzwinkern. Und noch beeindruckender ist, wenn der junge Autor liest und sich plötzlich Gitarrenklänge subtil darunter legen, Text und Musik sich finden und eine Liaison eingehen, die in der Tat dem Hörer eine Gänsehaut den Rücken entlang schicken.



[Norman Liebold, 17.12.2008
Presseartikel
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Wenn das Navi plötzlich ausfällt

Von Norman Liebold geschrieben am: 02.12.2008 unter Presseartikel

Generalanzeiger Bonn vom 02.12.2008, S. 20

Wenn das Navi plötzlich ausfällt

Autor Norman Leibold [sic! Liebold] stellt seine Zukunftsvision vor. Von den Gefahren des Technik-Wahns

Von Stefan Knopp

SCHWARZRHEINDORF. Der Mensch im Technik-Wahn: Blind verlässtman sich auf das Navi-Gerät im Auto, Kühlschränke bestellen eigenständig Lebensmittel via Internet und mehr. Schriftsteller Norman Leibold treibt dieses Thema in seinem neuen Kurzroman „Navigator“ auf die Spitze, den er in der KunstStation vorstellte.

[Zum Rest des Beitrages! »]



[Norman Liebold, 02.12.2008
Presseartikel
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Siebengebirgs-Krimis von Norman Liebold

Von Norman Liebold geschrieben am: 29.11.2008 unter Presseartikel

Oberhau Aktuell, Ausgabe 11/2008, Seite 15

Siebengebirgs-Krimis von Norman Liebold

Autorenlesung im Eudenbacher Campingstübchen oder auf dem Campingplatz Hülder

Oberhau Akuell, November 2008, S.15

(Fu) Oberhau aktuell berichtete bereits über den Autor, Schriftsteller, Künstler und Schauspieler Norman Liebold, mit seinem zweiten Wohnsitz, Eudenbach, Campingplatz Hüler.

Bereits am 18.7.2008 bat der Schriftsteller zur Autorenlesung in das idyllische Camperstübchen im Eudenbacher Unterdorf. Über 40 Krimifreude folgten dem Aufruf des Autoren. Bei dezentem Kerzenlicht, angereichert mit erlesenem Wein und knisternder Spannung, las Norman Liebold aus seinen im Jahre 2008 erschienenen Kriminalromanen “Dichterbrand” oder “Gläserner Sarg”.

Einbezogen ist [sic! in] das Geschehen ist der Oberhau mit seinen 14 Orten, der Friedhof als Begegnungsstätte oder Stätte der Angst oder der Besuch der Gaststätte zum Siebengebirge. Man erkennt, der Autor kennt den Oberhau und seine Leute und weiß diese Kenntnisse positiv im Rahmen seiner Schriftstellerei zu nutzen. Sogar ein Schlenker in einen Steinbruch, in einen Badesee ins benachbarte Rheinland Pfalz oder in die Nähe Bennau soll nicht fehlen. Wollen Sie, liebe Leser, Norman Liebold näher kennen lernen, ist die möglich: www.norman-liebold.de, www.amator-veritas.de oder kaufen Sie seine Werke (erhältlich in allen Buchhandlungen).



[Norman Liebold, 29.11.2008
Presseartikel
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Gruselig-schauriges Diner

Von Norman Liebold geschrieben am: 26.11.2008 unter Presseartikel

Extrablatt vom 26.11.2008

Gruselig-schauriges Diner

Wenn es mörderisch zugeht im Siebengebirge?

Ittenbach- Wenn Schriftsteller Norman Liebold aus seinen Büchern vorliest, dauert es nur eine kurze Weile, bis die Zuhörer ganz darin versunken sind.

Viele nehmen unmittelbar Teil an den allzu gerne gruseligen Geschehnissen, die Liebold ebenso spannend wie er schreibt auch vortragen kann. Zahlreiche Werke hat der 1976 geborene Autor bereits veröffentlicht, darunter Märchenromane, Theaterstücke und Kriminalnovellen. Sein kürzlich erschienenes Werk spielt mitten im Siebengebirge auf der Margarethenhöhe. In “Krimifrass” begegnen sich Menschen der Oberschicht, die eigentlich im Margarethenhof bei einem Krimidiner möglicherweise vom Geldverdienen entspannen wollen. Als Protagonist mit dabei, der Lokalreporter Christian Müller, der den Abend als Geburtstagsgeschenk von einem Freund erhielt. Als der Butler zu Beginn der Handlung “äußerst realistische Effekte” ankündigt, nimmt die Geschichte ihren Lauf. An einigen Orten hat Norman Liebold bereits aus “Krimifrass” vorgelesen.
So auch in der Ittenbacher Buchhandlung “Momente”. Gemeinsam mit Gitarrist Bernd Vollbach, der gefühlvolle Bluesstücke in die Handlung einspielte, führte er hinein ins Krimitreiben. Liebold lebt in Eudenbach. “Meine ureigenste Motivation, zu schreiben, ist, alles verstehen zu wollen”, bekennt sich Liebold zu seiner Schreibleidenschaft. Sein neuestes Werk “Navigator” soll alsbald erscheinen. (zi)



[Norman Liebold, 26.11.2008
Presseartikel
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Gläserner Sarg als Hörsehbuch in der “Neuen Rheinischen Zeitung”

Von Norman Liebold geschrieben am: 26.11.2008 unter Presseartikel

Zwischen dem 30.07.2008 und dem 26.11.2008 brachte die Neue Rheinische Zeitung das von Christian Rottmann und dem Café Podcast produzierte Multimedia-Experiment “Hör-Seh-Buch” in zehn Folgen mit einem Abstand von 14 Tagen. Das Hörsehbuch ist die audiovisuell aufgezeichnete, vollständige Lesung von “Gläserner Sarg1.

An dieser Stelle die Liste der einzelnen Artikel:

Online-Flyer Nr. 174  vom 26.11.2008
Liebolds Siebengebirgskrimi als „Hörsehbuch“ – Folge 10
Gläserner Sarg
Von Norman Liebold

Online-Flyer Nr. 172  vom 12.11.2008
Liebolds Siebengebirgskrimi als „Hörsehbuch“ – Folge 9
Gläserner Sarg
Von Norman Liebold

Online-Flyer Nr. 170  vom 29.10.2008
Liebolds Siebengebirgskrimi als „Hörsehbuch“ – Folge 8
Gläserner Sarg
Von Norman Liebold

Online-Flyer Nr. 168  vom 15.10.2008
Liebolds Siebengebirgskrimi als „Hörsehbuch“ – Folge 7
Gläserner Sarg
Von Norman Liebold

Online-Flyer Nr. 166  vom 01.10.2008
Liebolds Siebengebirgskrimi als „Hörsehbuch“
Gläserner Sarg – Folge 6
Von Norman Liebold

Online-Flyer Nr. 163  vom 10.09.2008
Liebolds Siebengebirgskrimi als „Hörsehbuch“
Gläserner Sarg – Folge 5
Von Norman Liebold

Online-Flyer Nr. 161  vom 27.08.2008
Liebolds Siebengebirgskrimi als „Hörsehbuch“
Gläserner Sarg – Folge 4
Von Norman Liebold

Online-Flyer Nr. 159  vom 13.08.2008
Liebolds Siebengebirgskrimi als „Hörsehbuch“
Gläserner Sarg – 2. Folge
Von Norman Liebold

Online-Flyer Nr. 157  vom 30.07.2008
Rezension von Norman Liebolds „Gläserner Sarg“ – Hörsehbuch, Folge 1
Verrückter Bauer gegen verrückten Staat
Von Michael Recknagel

  1. Liebold, Norman: Gläserner Sarg. Ein Siebengebirgskrimi. Königswinter 2008.



[Norman Liebold, 26.11.2008
Presseartikel
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Ein echter Siebengebirgskrimi

Von Norman Liebold geschrieben am: 12.11.2008 unter Presseartikel

Generalanzeiger vom 12.11.2008

Ein echter Siebengebirgskrimi

Eudenbacher Autor Norman Liebold liest in Ittenbach aus seinem neuen Buch

ITTENBACH. „Ein Tankgutschein von vierstelligem Wert…”, fantasiert Lokalreporter Christian Müller. Leider bleibt es aber bei der schönen Fantasie, und auch ein Satz neuer Winterreifen ist nicht drin – denn sein Freund Mario hat sich für den üppigen Betrag ein anderes Geburtstagsgeschenk für ihn ausgedacht: einen Gutschein für ein exklusives Krimi-Dinner im Margarethenhof in Ittenbach.
Christian Müller und sein Freund Mario sind Figuren aus „Krimifrass”, dem dritten Siebengebirgskrimi des in Eudenbach lebenden Autors Norman Liebold. Nur wenige hundert Meter vom Schauplatz der Handlung entfernt, in der Ittenbacher Buchhandlung „Momente”, las der 31-Jährige aus seinem vor zwei Wochen erschienenen neuen Werk.
Darin geht es um das besagte Krimi-Dinner, eine exklusive Veranstaltung für die „oberen Zehntausend”, die man sonst nur vor Fernsehkameras sprechen sieht. Durch Mario, selbst Manager, kommt Christian in diese illustre Gesellschaft. Der undurchsichtige Butler kündigt zu Anfang „zum Teil äußerst realistische Effekte an”. Bei Champagner, gutem – und vor allem auch teurem – Essen, außergewöhnlich ansehnlichen Kellnerinnen und einer perfekt inszenierten Krimigeschichte bleibt es bei diesem Event nicht. Die Gäste sind auf sich selbst gestellt: Um den leerstehenden Margarethenhof tobt ein Sturm, Strom und Telefon fallen aus, und die „Allzweckwaffe” Handy funktioniert hier oben auch nicht.
„Eifel-Slider” Bernd Vollbach, mit dem Liebold bereits mehrere erfolgreiche Auftritte hatte, spielte zwischen den gelesenen Auszügen aus „Krimifrass” gefühlvolle Bluesstücke.
Der Ursprung von „Krimifrass” liegt in einem anderen Projekt, das Liebold in diesem Jahr realisierte. Er schrieb das Skript für ein Krimi-Dinner, das einmal im Bungertshof und einmal im Margarethenhof angeboten wurde.
Dabei kam ihm die Idee für den Roman. Inzwischen arbeitet er an einer neuen Novelle mit dem Titel „Navigator”. Sie spielt in 15 Jahren und thematisiert die Probleme einer immer weiter digitalisierten und von der Technik abhängigen Welt. Premiere ist am 27. November in der Kunststation Bonn. Sdy

[Bildunterschrift:] Ein bisschen Spaß muss sein: Bernd Vollbach begleitet die Lesung von Norman Liebold (hinten) auf der Gitarre. FOTO: FRANK HOHMANN



[Norman Liebold, 12.11.2008
Presseartikel
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Mörderspiel im Kinocenter Capitol

Von Norman Liebold geschrieben am: 09.11.2008 unter Presseartikel

Extra-Blatt vom 09.11.2008, Siegburger Ausgabe

Mörderspiel im Kinocenter Capitol

Autor Norman Liebold präsentierte “Krimifrass” auf der neuen Siegburger Literaturbühne

Mit der Lesung aus seinem Buch “Krimifrass” versucht der Schriftsteller zusammen mit dem Kino, dem er schon zwölf Jahre die Treue hält, eine neue Literaturbühne zu etablieren. Das Café im Driescher Hof, das zurzeit als erweiterter Wartesaal fürs Kino genutzt wird, erwies sich für diesen Zweck als ideal. Die Akustik des Raumes überzeugte sofort die Zuhörer, die in dem stilvollen Ambiente den Passagen aus dem neuen Buch lauschten.
“Das ist geil, hier machen wir öfter etwas”, sagte Musiker Bernd Vollbach, der auf seiner Gitarre den Autor mit Blues-Stücken unterstützte. In “Krimifrass” geht es um ein Krimi-Dinner der besonderen Art. Die reichen Bonzen der Region nehmen an einem Mörderspiel teil, das gekonnt zwischen Spaß und Ernst schwankt.

In Norman Liebolds Krimis geht es in erster Linie nicht um Mord und Totschlag, sondern um einen ironischen Umgang mit dem Genre. Das merkt man auch deutlich an der grandiosen Darbietung des Autors, wie er die verschiedenen Charaktere seines Romans zum Leben erweckt. Lesung und Musik begeisterten das Publikum ausnahmslos, so dass man jetzt schon auf den nächsten Termin der Literaturbühne gespannt sein kann. (dwo)



[Norman Liebold, 09.11.2008
Presseartikel
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Siebengebirgskrimi trifft den „Eifel-Slider“

Von Norman Liebold geschrieben am: 31.10.2008 unter Presseartikel

Rhein-Sieg-Rundschau vom 31.10.2008, Nr. 255, Seite 35

Siebengebirgskrimi trifft den „Eifel-Slider”

Norman Liebold und Bernd Vollbach eröffneten das Literaturcafé im Capitol-Kinocenter

Von Sandra Fischer

SIEGBURG. Bei gedämpftem Licht und Kerzenschein ließ sich das Publikum der Autorenlesung „Dichterbrand” im Café des Capitol von zwei Kleinkünstlern, die sich doch wiederum ganz groß zeigten, verzaubern. Der ursprünglich für die Lesung vorgesehene Kriminalroman „Dichterbrand” machte dabei zugunsten der Buchpremiere von Norman Liebolds neuem Siebengebirgskrimi namens „Krimi Frass” [sic! Krimifrass] Platz.

Der Protagonist dieser Story ist ein Lokalberichterstatter, der von einem Bekannten auf ein Krimidinner in einer abgeschiedenen Villa an der Margarethenhöhe mitgeschleift wird. Dort überschlagen sich die Ereignisse. Angefangen bei einem vorgetäuschten Mord des Butlers, der dieses Dinner leitet, jagt ein kurioser Vorfall den übernächsten. Die Teilnehmer können die Ereignisse bald nicht mehr einordnen. Aber eines ist klar, das alles scheint Teil eines heimtückischen Plans zu sein, der nach und nach in die Tat umgesetzt wird.

Autor Norman Liebold fängt dabei nicht nur seine Charaktere in einem Netz aus Spiel und Wirklichkeit: auch als Zuhörer kann man die Grenze zwischen Schein und Sein bald nicht mehr erkennen. Der Schriftsteller verleiht dabei den Figuren und der Geschichte eine Lebendigkeit, die dem Zuhörer Schauer über den Rücken hinunterjagte, und das nicht zuletzt dank seiner einfühlenden Lesekunst. Selbst Liebolds Ironie, die das Genre an sich in Frage stellt, ließ den Krimi nie an Glaubwürdigkeit verlieren und schuf einen ganz eigenen, ja fast nüchternen Realismus. Auch an Gesellschaftskritik, die sich spitzzüngig durch die Geschichte zieht, mangelt es dem Krimi nicht.

Tatkräftig unterstützt wurde Liebold dabei von „Eifel-Slider” Bernd Vollbach und seinen zwei Gitarren. Warum Musik mit Literatur verbinden? „Irgendwie passt das”, antwortete Liebold. Die beiden Künstler hatten sich auf der Rheinlese 2008 in Bonn kennen gelelernt. Im Capitol-Café sorgte Vollbach für den entspannenden Ausgleich mit Bluessongs aus den 20er und 30er Jahren; hin und wieder untermalte er die Lesung selbst mit musikalischen Improvisationen. In der Mischung von Text und Musik entstand ein Gesamtkunstwerk, das den Zuschauer wunschlos glücklich machte

Der Abend stellte übrigens in zweierlei Hinsicht eine Premiere dar, denn mit der musikalischen Vorstellung des neuen Buches wurde das dem Kinocenter angrenzende Literaturcafé eröffnet. Hier sollen alle zwei bis drei Monate Leseabende gehalten werden. „Die Idee ist auf meinem Mist gewachsen”, erklärt Liebold, der besonders die familiäre Atmosphäre und das Flair des Kinos und Cafés schätzt. Der Cafébetrieb bleibt aber weiterhin geschlossen und die Räumlichkeiten sollen außerhalb solcher Veranstaltungen als Warteraum für Kinobesucher genutzt werden. Insgesamt gesehen ein durchweg gelungener Einstand des Literaturcafés, der Lust macht auf viele weitere solche Abende, hoffentlich auch häufiger mit diesem Künstlergespann.

[Bildunterschrift:] Zwei Premieren auf einen Schlag: Norman Liebold (hinten) stellte sein neuestes Buch vor, sein gemeinsamer Auftritt mit Bernd Vollbach eröffnete das Café als Bühne für Literaturlesungen. (Foto: Mischka)



[Norman Liebold, 31.10.2008
Presseartikel
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Mordspass im Kino-Café

Von Norman Liebold geschrieben am: 29.10.2008 unter Presseartikel

Kölner Stadtanzeiger vom 29.10.2008

Mordspass im Kino-Café

Eine Gänsehaut nach der anderen handelten sich die Besucher der ersten Lesung im Café des Siegburger Kinos “Capitol” ein: Krimiautor Norman Liebold las aus seinem schaurigen Siebengebirgsthriller “Krimifraß”, und Bernd Vollbach steuerte dazu an der Gitarre von der Stimmung her bestens passende Blues- stücke und Improvisationen bei. Das Ambiente mit heruntergedimmten Lampen und Kerzenlicht und die Handlung des Romans wurden eins: Beschreibt doch Liebold in dem deutlich an Edgar Wallace und Agatha Christie angelehnten Roman, wie sich auf der Margarethenhöhe einige wohlhabende Literaturfreunde zu einem “Krimidinner” treffen – und sich in der sturmumtosten Villa plötzlich einem Stromausfall und beunruhigenden Leichenfunden gegenübersehen. Liebold war mit der Premiere vor 30 Zuhören überaus zufrieden: Der Raum eigne sich perfekt für Lesungen und habe eine tolle Akustik, so dass er und Vollbach auf Verstärker verzichten konnten. “Für meinen Geschmack war das optimal”, resümierte er.

AH/BILD: ANDREAS HELFER



[Norman Liebold, 29.10.2008
Presseartikel
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