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Bonner General-Anzeiger, 16.05.2011, S. 12

Ein liebenswerter Schnüffler

Norman Liebold liest aus seinem Siebengebirgskrimi “Dichterbrand”. Der
Künstlerverein “Siebenkunst” stellt sich vor

Generalanzeiger vom 16.05.2011, S. 13.
Generalanzeiger vom 16.05.2011, S. 13.18-Mai-2011 22:03

OBERPLEIS. Ein Häufchen Asche ist alles, was vom Dichter hinter den Sieben Bergen übrig bleibt. War es ein Unfall, Freitod oder hat sich dort im beschaulichen Eudenbach sogar ein grausamer Mord zugetragen? Erster Fall für Privatdetektiv Quirin Hundtemann, einen Möchtegern-Sherlock Holmes, der eigentlich Literaturwissenschaftler ist und seine Examensarbeit dem berühmten englischen Krimihelden gewidmet hat. Ob der liebenswerte Schnüffler am Ende erfolgreich war, erfuhren die Zuhörer bei der Autorenlesung von und mit Schriftsteller Norman Liebold zwar nicht, aber sicherlich wird es nun so manch einem in den Fingern kribbeln, den Siebengebirgskrimi “Dichterbrand” einmal von vorne bis hinten zu Ende zu lesen. Im heimischen Wohnzimmer fehlen dann allerdings die mystischen Klänge des kleinen “WortAnKlang-Ensembles”, das die Lesung am Freitagabend im evangelischen Gemeindehaus in Oberpleis zu einem Erlebnis mit Gänsehaut-Feeling werden ließ.
Das bereits 2008 im Eigenverlag erschienene Buch ist der erste Siebengebirgskrimi von Norman Liebold. “Eigentlich ist es kein astreiner Krimi nach altem Strickmuster”, urteilt der Autor über sein Werk. Vielmehr sei es “eine sozialkritische Geschichte, die ans Menschliche geht und die den herkömmlichen Krimi ein wenig auf die Schippe nimmt”. Die Tatsache, dass die Handlung im Siebengebirge spielt, macht den besonderen Reiz aus. Ob der Campingplatz in Eudenbach, auf dem der Autor seine Schreibstube in einem Wohnwagen eingerichtet hat, oder die Bibliothek im Schulzentrum Oberpleis – es sind Orte, die man kennt und wiedererkennt. Auch die Charaktere sind nicht völlig frei erfunden, sondern tragen die Charakterzüge von Freunden und Bekannten. “Ich schaffe keine Helden, sondern versuche, lebendige Menschen zu beschreiben.” Anlässlich der Lesung stellte sich außerdem der erst in diesem Jahr von Liebold gegründete Künstlerverein “Siebenkunst” im Gemeindehaus vor.
Gezeigt wurden unter anderem die Bögen und handgearbeiteten Holzgegenstände des Schreiners Janhendrik Landefeld, der Gold- und Silberschmuck von Ute Schäfer sowie Photographien, Graphiken und Gemälde der Künstler Katharina Theine, Wolfgang Behrendt, Anke Böser, Maxim Spektor und von Liebold selbst. “Hinter dem Verein steht die Idee, verschiedene Kunstrichtungen zu kombinieren und in einen spannenden Dialog zu bringen”, sagt er. qg

Das Buch “Dichterbrand” ist auf Anfrage im Buchhandel erhältlich und direkt beim Amator-Veritas-Verlag. Einen entsprechenden Link gibt es auf der Webseite www.siebengebirgskrimi. de. Infos über den Kunstverein unter www.siebenkunst.de.


Generalanzeiger vom 16.05.2011, S. 13.
Generalanzeiger vom 16.05.2011, S. 13.18-Mai-2011 22:03


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